Diese Seite listet die häufigsten Probleme und ihre Lösungen. Die meisten lassen sich mit zwei Seiten der Weboberfläche eingrenzen; beginnen Sie dort.
Wo Sie nachsehen
- Status → Gespräche & Registrierungen zeigt, ob jedes Telefon und jeder Provider registriert ist, von welcher Adresse und mit welchem Gerät, und welche Gespräche laufen. Die Seite aktualisiert sich alle 5 Sekunden; lassen Sie sie beim Testen offen.
- Status → Logs, Log Asterisk, zeigt, warum eine Registrierung oder ein Anruf fehlschlug. Stellen Sie das Problem bei geöffnetem Log nach und achten Sie auf Zeilen mit
WARNINGundERROR. - Das Log Monitor zeigt Adressen, die die Anlage gesperrt hat; das Log System zeigt Probleme beim E-Mail-Versand und im Netzwerk.
- Ausstehende Änderungen: Ist der gelbe Hinweis noch zu sehen, ist die Änderung, die Sie testen, noch nicht aktiv. Klicken Sie zuerst auf Änderungen übernehmen.
Ein Telefon registriert sich nicht
Das Telefon meldet „nicht registriert“ o. Ä., und Status → Gespräche & Registrierungen zeigt keinen Kontakt dafür.
- Zugangsdaten: Der Benutzername im Telefon muss die Nummer sein, das Passwort das aus Konten → Telefone und der Server (Registrar) die Adresse der Anlage. Ein Tippfehler erzeugt Zeilen mit
Failed to authenticateim Asterisk-Log. - Übernommen? Ein neu angelegtes Telefon kennt Asterisk erst nach Änderungen übernehmen.
- Aktiviert? Deaktivierte Telefone erscheinen als deaktiviert und können sich nicht registrieren.
- Mehrere Geräte: Registrieren sich mehr Geräte auf dieselbe Nummer, als Max. registrierte Geräte erlaubt, ersetzt jede neue Registrierung die älteste – die Geräte fallen dann abwechselnd heraus. Erhöhen Sie den Wert auf der Seite des Telefons.
- Firewall: Ist unter Erweitert → Firewall Netzwerke, die SIP/IAX nutzen dürfen gesetzt, muss das Netzwerk des Telefons in der Liste stehen.
- Gesperrte Adresse: Nach wiederholt falschen Passwörtern sperrt die Anlage die Adresse des Geräts eine Zeit lang; das Log Monitor zeigt das. Siehe Durch die Firewall ausgesperrt.
- Transport und Port: Das Telefon muss denselben Transport (UDP, TCP oder TLS) und Port verwenden wie unter Erweitert → SIP eingestellt; Standard ist UDP-Port 5060.
Zur Kontrolle des Telefons selbst wählen Sie nach erfolgreicher Registrierung 000063: Die Anlage sagt die Nummer an, unter der das Telefon angemeldet ist.
Einseitige oder keine Sprachübertragung
Das Gespräch wird verbunden, aber eine Seite hört nichts, oder beide. Das ist fast immer ein NAT- oder Firewall-Problem: Die Signalisierung (SIP) kommt durch, die Sprachdaten (RTP) nicht.
- Anlage hinter einem NAT-Router (Provider oder entfernte Telefone im Internet): Stellen Sie unter System → Netzwerk → NAT / öffentliche Adresse NAT, statische öffentliche IP oder NAT, dynamische IP (Hostname) mit Ihrer öffentlichen Adresse bzw. Ihrem DynDNS-Namen ein. Leiten Sie am Router den SIP-Port (5060/udp) und den RTP-Portbereich (Standard 10000–20000/udp, unter Erweitert → RTP) an die Anlage weiter.
- Telefone außerhalb des LANs (Homeoffice, Softphone auf dem Handy): Aktivieren Sie beim Telefon Telefon ist hinter NAT (symmetrisches RTP, Contact umschreiben).
- Provider über NAT: Aktivieren Sie beim Provider Provider wird über NAT erreicht (symmetrisches RTP).
- SIP-ALG: Viele Router haben ein „SIP-ALG“ bzw. einen „SIP-Helper“, der SIP-Pakete umschreibt und dabei oft die Sprachübertragung stört. Schalten Sie ihn am Router ab.
- Container mit veröffentlichten Ports: Der veröffentlichte UDP-Bereich muss genau dem in PhonixPBX eingestellten RTP-Bereich entsprechen.
Testen Sie mit der Echonummer 00003246: Hören Sie sich an einem internen Telefon selbst, ist der Weg zwischen Telefon und Anlage in Ordnung, und das Problem liegt auf der Seite des Providers.
Der Provider registriert sich nicht
Status → Gespräche & Registrierungen zeigt den Provider in Rot.
- Abgelehnt: Der Provider hat die Zugangsdaten abgewiesen. Prüfen Sie Benutzername und Passwort; manche Provider verlangen zusätzlich einen Authentifizierungsbenutzer oder einen From-Benutzer – siehe die Angaben Ihres Providers und Konten → Provider.
- Nicht registriert oder Nicht erreichbar: Die Anlage erreicht den Provider nicht. Prüfen Sie den Hostnamen des Providers, die DNS-Server unter System → Netzwerk und ob die Anlage ins Internet kommt.
- nicht geladen: Der Provider wurde angelegt oder geändert, aber noch nicht übernommen.
- Ist unter Erweitert → Firewall Netzwerke, die SIP/IAX nutzen dürfen gesetzt, müssen die Adressen des Providers in der Liste stehen.
- Das Asterisk-Log zeigt die Antwort des Providers, zum Beispiel
403 Forbidden(falsche Zugangsdaten) oder eine Zeitüberschreitung (nicht erreichbar).
Eingehende Anrufe brauchen außerdem eine eingehende Route für die gewählte Nummer, ausgehende ein passendes Wählmuster.
Es kommen keine E-Mails an
Mailbox-E-Mails und Benachrichtigungen über verpasste Anrufe brauchen drei Dinge:
- Einen funktionierenden Mailserver unter Dienste → Benachrichtigungen. Nutzen Sie dort Testnachricht senden. Der Test verwendet die übernommene Konfiguration; übernehmen Sie ausstehende Änderungen also zuerst. Die Fehlermeldung nennt meist das Problem: falsches Passwort, falscher Port oder falsche Verschlüsselung, ein Zertifikat, dem die Anlage nicht vertraut (Serverzertifikat überprüfen).
- Beim Telefon: eine E-Mail-Adresse und Mailbox-Nachrichten per E-Mail senden bzw. E-Mail-Benachrichtigung bei verpassten Anrufen.
- Übernommene Änderungen.
Zustellversuche und Fehler stehen im Log System (msmtp). Viele Internetanbieter sperren ausgehend Port 25; verwenden Sie stattdessen Port 587 (STARTTLS) oder 465 (TLS) Ihres Mailanbieters. Schauen Sie auch im Spam-Ordner nach.
Administratorpasswort vergessen
Wählen Sie auf der Konsole der Anlage (Bildschirm und Tastatur oder serielle Konsole) im Konsolenmenü Reset administrator password und geben Sie ein neues Passwort ein.
- LXC/Incus/Proxmox: Öffnen Sie die Container-Konsole (
pct console <id>,incus console pbx) – dort läuft das Menü. - OCI-Container:
docker exec -it phonix phonix user passwd admin. - Kann sich noch ein anderer Administrator anmelden, kann er unter Erweitert → Administratoren ein neues Passwort setzen.
Nach fünf fehlgeschlagenen Anmeldungen innerhalb von fünf Minuten weist die Anmeldeseite weitere Versuche für einige Minuten ab; warten Sie und versuchen Sie es dann erneut.
Durch die Firewall ausgesperrt
Gesperrt nach fehlgeschlagenen Anmeldungen. Der Sicherheitsmonitor sperrt eine Adresse für die Sperrdauer (Standard eine Stunde), wenn sie sich wiederholt nicht an SIP, IAX oder dem Asterisk Manager anmelden konnte – etwa ein Telefon mit falschem Passwort. Eine gesperrte Adresse erreicht die Anlage überhaupt nicht mehr, auch nicht die Weboberfläche. Das Log Monitor listet die Sperren. So heben Sie eine Sperre auf:
- warten, bis die Sperrdauer abgelaufen ist, oder
- von einer anderen Adresse aus eine Änderung unter Erweitert → Firewall übernehmen (das Neuladen der Firewall hebt alle Sperren auf), oder
- die Anlage neu starten; Sperren überdauern keinen Neustart.
Beheben Sie danach die Ursache am Gerät. Adressen aus Netzwerke, die die TK-Anlage verwalten dürfen und, bei fester Adresse der Anlage, ihr eigenes LAN-Subnetz werden nie gesperrt.
Das eigene Netzwerk ist nicht erlaubt. Fehlt das Netzwerk Ihres Computers in Netzwerke, die die TK-Anlage verwalten dürfen, sind Weboberfläche und SSH von dort nicht erreichbar. Verbinden Sie sich aus einem erlaubten Netzwerk und korrigieren Sie die Liste. Geht das nicht, öffnen Sie eine Root-Shell auf der Anlage (im Container: pct enter <id>, incus exec pbx -- sh oder docker exec -it phonix sh; auf dem Gerät: mit der Kernel-Option phonix.console=shell starten, siehe docs/INSTALL.md) und führen Sie nft delete table inet phonix aus. Das schaltet die Firewall bis zum nächsten Übernehmen oder Neustart ab: Melden Sie sich an, korrigieren Sie die Liste und übernehmen Sie die Änderung.
Zertifikatswarnungen im Browser
- Selbstsigniertes Zertifikat: Nach der Installation verwendet die Anlage ein Zertifikat, das sie selbst signiert hat. Browser warnen davor; das ist zu erwarten. Ein vertrauenswürdiges Zertifikat erhalten Sie unter Erweitert → Zertifikat – automatisch von Let’s Encrypt oder einer anderen ACME-CA, oder Sie laden Ihr eigenes hoch.
- Falscher Name: Ein Zertifikat gilt nur für die darin enthaltenen Namen (Namen auf der Zertifikatsseite). Rufen Sie die Anlage unter einem dieser Namen auf. Nach einer Änderung des Hostnamens verwenden Sie Neues selbstsigniertes Zertifikat erstellen oder fordern ein neues automatisches Zertifikat an.
- Let’s Encrypt schlägt fehl: Bei der Validierung über HTTP (Port 80) müssen die Namen im öffentlichen DNS auf die Anlage zeigen, und Port 80 muss aus dem Internet erreichbar sein. Für eine nur intern erreichbare Anlage verwenden Sie die Validierung über die DNS-Provider-API.
- Abgelaufen: Automatische Zertifikate werden täglich erneuert, sobald sie in weniger als 30 Tagen ablaufen. Schlägt das fehl, zeigt die Zertifikatsseite den Fehler des letzten Versuchs.
Asterisk ist nicht erreichbar
Zeigen die Statusseiten Asterisk ist nicht erreichbar, finden Sie den Grund am Ende des Asterisk-Logs. Übernehmen Sie die Konfiguration erneut (phonix apply --force auf der Kommandozeile schreibt alles neu und lädt alles neu) oder starten Sie die Anlage unter System → Neustart neu. Trat das Problem nach einem Update auf, siehe System → Firmware.