Unter Erweitert → Manager (AMI) verwalten Sie die Benutzer des Asterisk Manager Interface. AMI ist eine TCP-Schnittstelle auf Port 5038, über die externe Software die TK-Anlage überwachen und steuern kann, zum Beispiel CTI-Programme, Vermittlungsplätze, Wallboards oder Lösungen zur Gesprächsaufzeichnung. PhonixPBX verwendet AMI auch intern; Benutzer müssen Sie hier nur für externe Software anlegen.

Für eigene Skripte ist die REST-API mit einem API-Token meist die bessere Wahl: Sie hat feinere Zugriffsrechte und legt keine Asterisk-Interna offen.

Änderungen werden wirksam, wenn Sie sie übernehmen, siehe Änderungen übernehmen.

Ein AMI-Benutzer mit Schreibrechten kann die gesamte TK-Anlage steuern, auch Anrufe auslösen und Asterisk-Befehle ausführen. Legen Sie Benutzer nur für vertrauenswürdige Software an, vergeben Sie nur die nötigen Rechte und schränken Sie die erlaubten Netzwerke so weit wie möglich ein.

Benutzerliste

Die Liste zeigt jeden Manager-Benutzer mit seinen Erlaubten Netzwerken und seinen Rechten zum Lesen und Schreiben. Ohne Benutzer wird AMI nur intern verwendet.

Das Suchfeld über der Liste findet Manager-Benutzer nach Benutzername; wie Suchen und Blättern funktionieren, steht unter Listen.

Klicken Sie über der Liste auf Manager-Benutzer, um einen Benutzer anzulegen, auf den Benutzernamen, um ihn zu bearbeiten, und auf das Papierkorbsymbol, um ihn zu löschen.

Benutzereinstellungen

FeldBedeutungStandard
BenutzernameAnmeldename, bis zu 64 Buchstaben, Ziffern, _ und -. Die Namen phonix und general sind reserviert.—
PasswortPasswort des Benutzers, 4–128 Zeichen ohne Leerzeichen, Anführungszeichen, ; oder Backslashes. Lassen Sie es beim Bearbeiten leer, um das gespeicherte Passwort beizubehalten.—
Erlaubte NetzwerkeDie Netzwerke, aus denen sich der Benutzer verbinden darf, ein CIDR pro Zeile, z. B. 192.168.1.0/24. Mindestens eines ist erforderlich.127.0.0.1/32
LeserechteEreignisklassen, die der Benutzer erhält.all
SchreibrechteAktionsklassen, die der Benutzer ausführen darf.keine

Die Rechte sind die AMI-Klassen von Asterisk: all, system, call, log, verbose, command, agent, user, config, dtmf, reporting, cdr, dialplan, originate, agi, cc, aoc, test, security und message. Welche Klassen eine externe Software braucht, steht meist in ihrer Dokumentation. Typische Beispiele:

  • Ein Wallboard oder Monitoring-Werkzeug: Lesen call, agent, reporting; keine Schreibrechte.
  • Ein Click-to-Dial-Werkzeug: zusätzlich Schreiben originate.
  • system, command und config erlauben es, Asterisk neu zu starten, CLI-Befehle auszuführen und Konfigurationsdateien zu lesen. Vergeben Sie sie nur, wenn es wirklich nötig ist.

Netzwerkzugriff

Solange alle Benutzer nur Loopback-Netzwerke (127.0.0.0/8) haben, lauscht AMI nur auf der TK-Anlage selbst. Sobald ein Benutzer ein anderes erlaubtes Netzwerk hat, lauscht AMI auf allen Schnittstellen, und jeder Benutzer kann sich nur aus seinen eigenen erlaubten Netzwerken anmelden.

Bei aktivierter Firewall unter Erweitert → Firewall wird Port 5038 nur für die IPv4-Netzwerke geöffnet, die bei den Manager-Benutzern unter Erlaubte Netzwerke eingetragen sind (Loopback-Netzwerke brauchen keine Regel). IPv6-Netzwerke werden nicht freigegeben, da AMI nur auf IPv4 lauscht. Die Firewall-Regeln ändern sich, sobald Sie übernehmen. AMI-Verkehr einschließlich des Passworts ist unverschlüsselt; verwenden Sie ihn nur in einem vertrauenswürdigen Netzwerk.